Die wichtigsten Kontaktpersonen im Notfall

Die wichtigsten Kontaktpersonen im Notfall 

Unsere Gesellschaft wird immer älter und mit einer steigenden Anzahl an Senioren wächst auch der Pflegebedarf. Aber unabhängig von den demographischen Entwicklungen werden alle Menschen älter. Jedes Neugeborene reift zum Jugendlichen heran, wird dann zum Erwachsenen und schließlich zum Rentner.

Im Laufe des Lebens ist niemand vor einem Notfall gefeit. So kann es jederzeit passieren, dass ein Unfall oder eine Krankheit das gesamte Leben von einem Moment auf den nächsten komplett verändern.

Umso wichtiger ist es daher, wichtige Angelegenheiten dann zu klären, wenn alle noch gesund und bei klarem Verstand sind. Natürlich setzt sich niemand gerne mit Krankheiten, Unfällen, Gebrechlichkeiten im Alter oder dem Tod auseinander und natürlich möchte jeder so lange wie möglich selbstständig bleiben. Aber im Notfall ist oft schnelles Handeln gefragt und damit im Ernstfall Entscheidungen im Sinne des oder der Betroffenen möglich sind, müssen entsprechende Vorbereitungen getroffen worden sein.

Hierzu gehört auch, die wichtigsten Kontaktpersonen im Notfall zu
kennen und welche dies sind, zeigt die folgende Übersicht:

Der Hausarzt und die behandelnden Ärzte

Natürlich spricht niemand gerne über Krankheiten, aber im Notfall kann das Wissen über vorhandene Krankheiten, Krankheitsverläufe, aktuelle Therapien, anstehende Operationen und geplante Behandlungen entscheidend sein. Neben dem Wissen über Krankheiten ist aber auch wichtig, zu wissen, wer der Hausarzt ist und welche Fachärzte, Therapeuten und Pflegekräfte die medizinische Betreuung übernehmen.

In der Praxis hat es sich bewährt, eine Liste zu erstellen, auf der alle diese Personen mit Name, Adresse und Telefonnummer verzeichnet sind. Diese Liste kann dann neben dem Telefon deponiert werden. Im Notfall geht so auf der Suche nach wichtigen Informationen keine wertvolle Zeit verloren.  

 

Die Apotheke

Kranke und ältere Menschen sind oft auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen. Im Notfall ist es sehr wichtig, zu wissen, welche Medikamente eingenommen werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, einen Medikamentenplan zu erstellen, der im Ernstfall womöglich lebenswichtige Informationen liefert.

Aber sehr hilfreich ist auch, die Apotheke zu kennen, über die die Medikamente üblicherweise bezogen werden. In vielen Fällen haben vor allem ältere Menschen ihre Stammapotheke, die sie seit Jahren aufsuchen. Im Gegenzug kennt auch der Apotheker seine Stammkunden und kann im Notfall ein wichtiger Ansprechpartner sein.  

 

Die Bank

Geldangelegenheiten gehören zweifelsohne zu den recht schwierigen Themen, aber letztlich führt kein Weg daran vorbei. Im Notfall kann es enorm wichtig sein, die Bankverbindung und die Zugangsdaten von beispielsweise Depots und Schließfächern zu kennen und über entsprechende Vollmachten zu verfügen.

Auch wenn es mitunter schwerfällt und viel Fingerspitzengefühl erfordert, sollte das Thema Finanzen zur richtigen Zeit besprochen werden.   

 

Der Vermieter

Als Mieter einer Wohnung sind neben Rechten auch bestimmte Pflichten vorhanden. Hierzu gehört in erster Linie, die Miete zu bezahlen, aber je nach Vereinbarungen im Mietvertrag können auch andere Aufgaben anfallen, beispielsweise die Gartenpflege, das Reinigen des Treppenhauses oder der Winterdienst.

Für den Notfall sollte daher zunächst einmal bekannt sein, wer der Vermieter ist. Wichtig wäre aber auch, einen Blick in den Mietvertrag zu werfen, denn auch bei einem Notfall ist der Mietvertrag nicht automatisch und mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt.  

Der Versicherer

Vermutlich hat jeder mehrere Versicherungen abgeschlossen, angefangen bei der Kfz-Versicherung über die private Haftpflichtversicherung bis hin zur Lebens- oder Unfallversicherung. Im Hinblick auf einen möglichen Notfall ist die beste Vorbereitung, wenn die Versicherungspolicen in einem Ordner abgeheftet sind, auf den dann zurückgegriffen werden kann.

Dadurch wird es einerseits möglich, sich zielgerichtet über bestehende Verträge zu informieren, und andererseits nachzuvollziehen, ob Versicherungen vorhanden sind, die im Hinblick auf den Notfall kontaktiert werden müssen. 

 

Dienstleister, der Tierarzt und Freunde

Neben dem Mietvertrag und Versicherungen haben viele noch eine ganze Reihe anderer Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen. Hierzu gehören beispielsweise der Telefonanbieter, der Stromlieferant oder der Gasversorger, aber auch die Haushaltshilfe, das Essen auf Rädern oder das Zeitungsabo. Auch hier gilt wieder, dass ein Ordner oder zumindest eine Liste mit Namen und Kontaktadressen im Notfall sehr hilfreich sein kann, um sich einen Überblick zu verschaffen und den Leistungsbezug vorübergehend aussetzen oder einstellen zu lassen.

In vielen Haushalten leben Haustiere und vor allem für ältere Menschen sind sie oft sehr wichtige Wegbegleiter. Sinnvoll ist daher, eine Art Notfallplan zu erstellen, wer sich um das Haustier kümmern soll, wenn seinem Halter etwas passiert. Für ältere Menschen ist es oft sehr beruhigend, wenn sie wissen, dass ihr Tier gut versorgt ist, wenn sie sich selbst nicht darum kümmern können. Ein wichtiger und hilfreicher Ansprechpartner kann hier der Tierarzt sein.   

Im Notfall gilt es nicht nur, sich um rechtliche und sachliche Angelegenheiten zu kümmern, sondern auch nahestehende Personen wollen informiert werden. Nun kennen Kinder oder Pflegepersonal aber nicht immer alle Freunde, Bekannte und Personen, die dem Betroffenen nahestehen. Sinnvoll ist daher, ein Adressbuch anzulegen, damit im Notfall die Kontaktdaten schnell zur Hand sind und nicht erst noch mühsam recherchiert werden müssen. 

Der Anwalt oder Notar

Viele suchen einen Anwalt nicht nur dann auf, wenn es darum geht, ihre Rechte oder Ansprüche durchzusetzen, sondern haben wichtige Dokumente, Vollmachten und Urkunden bei einem Anwalt oder Notar hinterlegt. Für den Notfall sollte daher bekannt sein, wer kontaktiert werden muss.

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