Warum Spaziergänge so gesund sind

Warum Spaziergänge so gesund sind

Spaziergänge für die Gesundheit? Was nach einer schönen und angenehmen Idee klingt, hat tatsächlich einen positiven Nutzen für den Körper und die Seele. Dabei ist ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft leichter in den Alltag einzubetten als das ebenfalls effektive Joggen. Außerdem ist keine Vorbereitung notwendig und die Kondition spielt keine Rolle. Auch einer speziellen Ausstattung bedarf es nicht. Lediglich bequeme Schuhe wären von Vorteil.

Warum Spaziergänge so gesund sind

Gleichzeitig sind regelmäßige Spaziergänge sehr gesund. Ähnlich wie beim Sport hilft die moderate Bewegung dabei, Stress abzubauen. Und dieser Effekt stellt sich bereits nach einer halben Stunde ein.

Doch warum sind Spaziergänge so gesund? Was genau bewirken sie? Und wie gelingt es, sich zum Fußmarsch zu motivieren? Wir geben Antworten!

Warum Spaziergehen gut für die Gesundheit ist

Zweifelsohne bietet das moderne Leben sehr viele Vorteile. Aber der oft sehr stressige Alltag geht in vielen Fällen mit Bewegungsmangel einher. Die Büroarbeit und die Beschäftigung mit Fernseher, Computer, Smartphone und anderen digitalen Medien steht der regelmäßigen Bewegung an der frischen Luft gerne im Weg.

In der Folge drohen neben den typischen Zivilisationskrankheiten verschiedenste Beschwerden, die von Übergewicht über depressive Verstimmungen bis hin zu einem höheren Herzinfarkt-Risiko reichen. Generell scheint es einen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mangelnder Bewegung zu geben.

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte sich also regelmäßig dazu aufraffen, draußen durch die Natur zu schlendern. Und die Wissenschaft kennt einige Gründe, warum sich regelmäßige Spaziergänge positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken:

       Das Glückshormon Endorphin wird ausgeschüttet.

       Stress wird leichter abgebaut.

       Angst- und Panikattacken sowie depressive Verstimmungen treten seltener auf.

       Das Immunsystem wird gestärkt.

       Das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Osteoporose und Alzheimer sinkt.

       Rücken- und Gelenkschmerzen werden weniger.

       Die Muskulatur wird stärker und der Gleichgewichtssinn trainiert.

       Es treten seltener Heißhungerattacken auf Süßigkeiten auf.

       Weil Kalorien verbraucht werden, kommt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Gleichzeitig fällt das Abnehmen leichter.

Wer jeden Tag ein paar Minuten lang spazieren geht, kann also sein Risiko für Erkrankungen senken und sowohl seine körperliche als auch seine seelische Gesundheit nachhaltig verbessern.

Wie Spaziergänge die Denkleistung erhöhen

Ich kann nur beim Gehen nachdenken. Bleibe ich stehen, tun dies auch meine Gedanken.“ Diese Feststellung machte bereits der große Philosoph Jean-Jacques Rousseau. Und weil er damit nicht alleine war, begann die Wissenschaft damit, die Effekte von Spaziergängen auf das menschliche Gehirn zu erforschen.

Tatsächlich scheint es so zu sein, dass tägliche Spaziergänge die Kreativität und die Denkleistung erhöhen. Die Wissenschaftler vermuteten zunächst, dass dies mit der verbesserten Sauerstoffzufuhr zusammenhänge.

Diese Annahme ist inzwischen überholt. Stattdessen führen Wissenschaftler die gesteigerte Gedankenleistung auf verschiedene psychologische Effekte und den erhöhten Wachheitsgrad bei einem Spaziergang zurück.

Dazu kommt, dass die Bewegungen der Blätter an den Bäumen das Gehirn in einer Form stimulieren können, die die Kreativität ankurbelt und negative Gedanken verdrängt.

Wer über einem Problem grübelt oder wen etwas bedrückt, sollte es also ruhig einmal mit einem Spaziergang durch den Wald versuchen. Möglicherweise findet er so die Lösung und seine Laune hellt sich auf.

Ein weiterer Pluspunkt von Spaziergängen ist, dass durch das Tageslicht Vitamin D aufgenommen wird. Das beugt nicht nur einem Vitamin-D-Mangel vor, sondern sorgt auch für gute Laune.

Was für gemeinsame Spaziergänge spricht

Alleine spazieren zu gehen, ist sehr wertvoll. Denn neben den positiven Auswirkungen auf den Körper eröffnet der Spaziergang die Gelegenheit, seinen Gedanken nachzuhängen und Erlebnisse zu reflektieren.

Aber auch Spaziergänge mit Begleitung bieten Vorteile. Die Bewegung regt dazu an, zu sprechen und zu erzählen. Außerdem wird der Spaziergang zu einem gemeinsamen Erlebnis.

Das zusätzliche Gesprächsthema und Gedankengut, das dadurch entsteht, kann die persönliche Beziehung kräftigen. Denn positive Erlebnisse werden auf die Person übertragen, mit der die Erfahrung gemacht wurde.

Statt sich mit dem Partner oder Freunden im Fitnessstudio zu verabreden, kann also auch ein Treffen zum Wandern im Wald eine gute Idee sein.

Denn davon profitieren der Körper und das Herz. Gleiches gilt natürlich für Pflegepersonen, die mit ihren Schützlingen ebenso regelmäßig kleine Ausflüge an der frischen Luft unternehmen sollten.

Wie es klappt, sich zu regelmäßigen Spaziergängen zu motivieren

Eigentlich sollten die Gründe, die wir bis hierhin aufgezählt haben, schon Motivation genug sein. Doch wie so oft meldet sich gerne einmal der innere Schweinehund und hat jede Menge Ausreden parat, um es sich doch lieber vor dem Computer oder auf dem Sofa gemütlich zu machen.

Um dem vorzubeugen, sind hier ein paar Tipps:

       Es kann helfen, den täglichen Spaziergang zu einem festen Zeitpunkt im Tagesablauf einzuplanen.

       Der Spaziergang braucht kein konkretes Ziel. Aber es sollte eine Zeit geben, die er mindestens dauert.

       Im näheren Umkreis gibt es sicher verschiedene Parks, Spazierwege und Wanderrouten. Sie können nach und nach erkundet werden.

       Während eines Spaziergangs sollten bewusst Eindrücke gesammelt und Bilder im Kopf abgespeichert werden, die positive Gefühle hervorrufen.

       Die Mittagspause eignet sich hervorragend, um eine kleine Runde zu gehen.

Dass körperliche Aktivitäten positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben, ist schon lange bekannt. Aber dass schon ein kurzer Spaziergang pro Tag so wirkungsvoll ist, überrascht. Andererseits ist das noch ein Grund mehr, in die Schuhe zu schlüpfen und loszumarschieren.

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Heiner Trautmann, 53 Jahre, Pflegedienstleitung, Anita Bokel, 46 Jahre, Stationsleiterin, Peter Machinski, 41 Jahre, Inhaber Agentur für Altenpflege und Haushaltshilfen, sowie Mike Bocholt, 39 Jahre, Qualitätsmangament und Christian Gülcan als Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Ratgeber und Tipps zum Thema Pflege, Betreuung, Gesundheit und medizinische Versorgung.

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