Wissenswertes zum Thema Heuschnupfen

Interessantes und Wissenswertes zum Thema Heuschnupfen 

Sobald die ersten Bäume und Blumen blühen, fängt für viele die Zeit an, in der die Nase ständig läuft und die geschwollenen Augen tränen und jucken. Mit anderen Worten beginnt im Frühjahr die Zeit, in der der Heuschnupfen die Betroffenen fest im Griff hat. 

Medizinisch heißt der Heuschnupfen allergische Rhinitis, wobei die umgangssprachliche Bezeichnung Heuschnupfen etwas irreführend ist. Gemeinsam haben Schnupfen und Heuschnupfen nämlich nur, dass die Nase läuft und die Augen tränen. 

Der normale Schnupfen wird aber durch Viren oder Bakterien ausgelöst und ist im Normalfall nach spätestens drei Wochen überstanden. Beim Heuschnupfen hingegen handelt es sich um eine Allergie, deren Symptome deutlich länger anhalten. 

Hier nun Interessantes und Wissenswertes zum Thema Heuschnupfen in der Übersicht: 

Welche Formen von Heuschnupfen gibt es?

Der medizinische Begriff allergische Rhinitis fasst eine Reihe unterschiedlicher Allergieformen zusammen. Grundsätzlich wird aber zwischen einer saisonalen und einer perennialen allergischen Rhinitis unterschieden. Die saisonale allergische Rhinitis ist das Krankheitsbild, das im Allgemeinen als Heuschnupfen bezeichnet wird. Die Allergie tritt nur in bestimmten Zeiträumen auf und zwar in aller Regel im Frühling und im Sommer, teilweise auch während der Herbstmonate. 

Die perenniale allergische Rhinitis hingegen bezeichnet eine ganzjährige Allergie. In diese Gruppe gehören beispielsweise die Hausstaub- oder die Tierhaarallergie sowie berufsbedingte Allergien.

Ob der Betroffene an einer saisonalen oder einer ganzjährigen Allergie leitet, hängt also davon ab, wann die Allergene auftreten, auf die er allergisch reagiert. Der Krankheitsverlauf und die Intensität der Symptome hingegen ergeben sich daraus, wie empfindlich der Betroffene auf die jeweiligen Allergene reagiert.  

Welche Ursachen hat Heuschnupfen?

Zunächst handelt es sich beim Heuschnupfen um eine atopische Allergie. Das bedeutet, der Körper reagiert überempfindlich auf Substanzen aus der Umwelt, die eigentlich harmlos sind, indem er Antikörper vom Typ IgE bildet. Als atopische Allergie ist der Heuschnupfen genetisch bedingt, die Veranlagung wird also vererbt. Die Feststellung, dass der Heuschnupfen genetisch bedingt ist, erklärt aber nicht, weshalb die Anzahl der Betroffenen kontinuierlich steigt. 

Hierfür wurden unterschiedliche Erklärungsmodelle entwickelt. Als eine mögliche Ursache wird eine übertrieben hygienische Lebensweise benannt. Diese nimmt dem Immunsystem die Möglichkeit, zu lernen, zwischen schädlichen und unschädlichen Mikroorganismen zu unterschieden. In der Folge macht das Immunsystem keine Unterschiede, sondern greift grundsätzlich alles an. 

Eine andere Erklärung kann sein, dass Infektionserkrankungen zunehmend zurückgedrängt werden. Für dieses Erklärungsmodell spricht, dass in Ländern der Dritten Welt Infektionserkrankungen eine große Rolle spielen, während Allergien nahezu unbekannt sind. 

Nicht zuletzt könnten die erhöhten Schadstoffkonzentrationen ein Grund dafür sein, dass die Allergene zunehmend aggressiv sind und immer mehr Menschen zu schaffen machen. 

Was sind die Symptome von Heuschnupfen?

Typische Symptome für den Heuschnupfen sind Juckreiz, Niesen, Schwellungen der Schleimhäute und Schnupfen. Daneben sind häufig auch die Augen betroffen, die mit einer Bindehautentzündung reagieren. Diese wiederum macht sich durch Rötungen, Schwellungen, Tränenfluss, Jucken, Brennen, dem Gefühl von Sand in den Augen und teils Lichtempfindlichkeit bemerkbar. 

Ausgelöst werden die Symptome zum einen durch den Kontakt mit Allergenen und zum anderen durch die Überempfindlichkeits- und Abwehrreaktionen des Körpers.

Begleitet wird der Heuschnupfen neben den eigentlichen Symptomen oft durch weitere Nebenerscheinungen. Hierzu können Schlafstörungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie Konzentrationsstörungen gehören. 

Daneben kann eine Entzündung der Nasennebenhöhlen dazukommen, die ihrerseits Fieber und Kopfschmerzen mitbringt. Als Folge von Heuschnupfen kann auch ein allergisches Asthma entstehen. In diesem Fall wird von einem Etageneffekt gesprochen, weil sich die Allergie von der Nase aus nach unten bis zu den Bronchien ausbreitet. 

Wie wird Heuschnupfen diagnostiziert?

Eines der wichtigsten Werkzeuge bei der Diagnose ist die genaue Untersuchung der familiären Krankheitsgeschichte, da die Veranlagung für Heuschnupfen vererbt wird. Wie häufig, wie intensiv und über welchen Zeitraum die Symptome auftreten, kann Rückschlüsse darauf zu lassen, auf welche Allergene der Betroffene allergisch reagiert. 

Ein weiteres Diagnoseinstrument ist der sogenannte Prick-Test. Hierbei werden verschiedene Allergene auf die Haut aufgebracht und die Haut anschließend eingeritzt. Rötungen und Quaddeln, die nach fünf bis 60 Minuten sichtbar werden, zeigen auf, auf welche Allergene der Betroffene allergische Reaktionen zeigt. Neben dem Prick-Test kann auch ein Bluttest Informationen liefern. 

Dazu wird entweder ermittelt, ob eine IgE-Erhöhung vorliegt oder der spezifische Gehalt an IgE-Antikörpern wird gemessen.  

Wie wird Heuschnupfen behandelt?

Es gibt einige Therapien, die bei Heuschnupfen zur Anwendung kommen. In vielen Fällen wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet, die allerdings spürbare Nebenwirkungen haben kann. Daneben kann einigen Betroffenen durch eine Desensibilisierung geholfen werden. 

Auch die Naturheilkunde und die alternative Medizin kennen unterschiedliche Lösungsansätze, die allerdings als wissenschaftlich nicht abgesichert gelten. 

Als hilfreiche Informationsquelle für Betroffene hat sich das Internet etabliert. Hier finden sich zahlreiche Foren, in denen sich Betroffene über ihre Erfahrungen austauschen können. Zudem gibt es hier zahlreiche Informationsseiten sowie Seiten, auf denen Vorhersagen und Statistiken zum Pollenflug abrufbar sind.

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