Chronische Schmerzen und ihre Ursachen

Die 7 häufigsten chronischen Schmerzen und ihre Ursachen 

Schmerzen können an unterschiedlichen Stellen im Körper und in verschiedenen Formen auftreten. Von chronischen Schmerzen wird dann gesprochen, wenn die Schmerzen anhalten oder immer wieder zurückkehren. 

Allgemein handelt es sich bei Schmerzen um Impulse des Nervensystems und sie zeigen an, dass ein schädliches Ereignis im Körper stattfindet. Unterschieden werden Schmerzen in akute, chronisch wiederkehrende und chronisch anhaltende Schmerzen. Dabei können Schmerzen in einem begrenzten Bereich auftreten, auch auf Nachbarbereiche ausstrahlen oder unterschiedliche Stellen gleichzeitig betreffen.

Schmerzen gliedern sich in Verletzungs-, Anspannungs-, Nerven- und Brennschmerzen sowie in Schmerzen infolge seelischer Belastungen und können als dumpfe, bohrende, pochende, drückende, ziehende oder brennende Schmerzen auftreten. Insgesamt haben Studien gezeigt, dass Frauen häufiger unter Schmerzen leiden als Männer und sich die Schmerzarten mit zunehmendem Alter verändern. 

So leiden jüngere Personen beispielsweise häufiger unter Kopfschmerzen, während ältere Personen häufiger von Rücken- und Gelenkschmerzen betroffen sind. Treten Schmerzen auf, wird jedoch nur in rund zwei Drittel aller Fälle ärztlicher Rat gesucht. Interessanterweise nimmt die Schmerzhäufigkeit mit zunehmender Alter jedoch nicht zu. 

Hier nun die 7 häufigsten chronischen Schmerzen und ihre Ursachen im Überblick:

1.       Kopfschmerzen.

Chronische Kopfschmerzen treten in Form von Migräne, Cluster-Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen auf. Bei der Migräne handelt es sich um chronische Schmerzen, die oft in regelmäßigen Abständen und in Form von pulsierenden Kopfschmerzen wiederkehren. Häufig kündigt sich Migräne durch eingeschränkte Sinnenwahrnehmungen im Vorfeld an. 

Bei rund 70 Prozent aller Migränepatienten treten die Kopfschmerzen halbseitig und konzentriert im Bereich der Augen, der Stirn und der Schläfen auf, bei körperlicher Aktivität nehmen die Schmerzen zu. Der Cluster-Kopfschmerz ähnelt der Migräne, Schmerattacken sind jedoch meist seltener. 

Allerdings sind Cluster-Kopfschmerzen intensiver und treten vielfach als reißende oder bohrende Schmerzen auf. Vom drückenden oder ziehenden Spannungskopfschmerz ist der gesamte Kopf betroffen und die Schmerzen können entweder chronisch anhaltend oder chronisch wiederkehrend auftreten. Die genauen Ursachen für Kopfschmerzen sind nicht bekannt. 

So können unterschiedlichste Faktoren wie beispielsweise bestimmte Lebensmittel, Stress oder Umweltfaktoren zu Migräne führen, Hormone können für den Cluster-Kopfschmerz verantwortlich sein und die Ursache für Spannungskopfschmerzen kann in einer verspannten Nacken- und Halsmuskulatur liegen.

2.       Rückenschmerzen. 

Von Rückenschmerzen ist am häufigsten der Lendenwirbelbereich betroffen, chronische Schmerzen im Brustwirbelbereich sind seltener. Dabei können Rückenschmerzen sowohl dumpf und bohrend als auch stechend auftreten, beispielsweise im Fall des sogenannten Hexenschusses.

In den einigen Fällen liegt die Ursache für chronische Rückenschmerzen in Funktionsstörungen der Wirbelgelenke. 

Der überwiegende Teil von chronischen Rückenschmerzen ist jedoch unspezifisch, was bedeutet, dass keine konkreten körperlichen Ursachen für die Schmerzen definiert werden können.

3.       Muskelschmerzen. 

In den meisten Fällen sind Muskelschmerzen eine Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen, in erster Linie von Infektionen wie beispielsweise Erkältungen und Grippe.

Daneben treten Muskelschmerzen bei Rheuma auf oder können die Folge von Verspannungen und sport- oder berufsbedingten Fehlbelastungen sein. Wie intensiv und an welchen Körperstellen Muskelschmerzen auftreten, ist sehr unterschiedlich. 

4.       Gelenkschmerzen. 

Von Gelenkschmerzen können alle Gelenke betroffen sein. Dabei können Gelenkschmerzen dumpf, bohrend, stechend und reißend auftreten und sowohl im Ruhezustand als auch bei Bewegung vorhanden sein. 

Chronische Gelenkschmerzen begründen sich meist in einer krankhaften Veränderung der Gelenkstrukturen und können die Folge von Verschleiß, Autoimmunerkrankungen oder Rheuma sein sowie im Zusammenhang mit Grippe, Windpocken, Masern und Röteln auftreten.

5.       Magenschmerzen. 

Wenn Schmerzen mittig oder linksseitig im Bereich des Oberbauches auftreten, wird üblicherweise von Magenschmerzen gesprochen. Dabei können sich die Schmerzen nur auf die Magengegend beziehen oder auch auf Nachbarbereiche ausstrahlen. 

Die häufigsten Ursachen für Magenschmerzen sind Geschwüre oder Magenschleimhautentzündungen und die Schmerzen treten dann meist unmittelbar nach dem Essen auf. 

Weitere häufige Ursachen für Magenschmerzen, die unabhängig vom Essen in chronischer Form bestehen, sind beispielsweise Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder -tumoren, Entzündungen im Bereich der Niere oder schlicht Verdauungsprobleme. 

6.       Nervenschmerzen. 

Sogenannte Neuralgien können lokal begrenzt oder im gesamten Körper verteilt auftreten und sind die Folge von Schädigungen der Nervenfasern oder der Markscheide. 

Da sich Nerven nur bedingt regenerieren können, bleiben Schädigungen fast immer bestehen. Die Ursachen für Nervenschmerzen können sehr unterschiedlich sein, häufige Gründe sind dauerhafte Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Verätzungen und Störungen des Stoffwechsels.

7.    Bauchschmerzen. 

Im Zusammenhang mit dem Oberbegriff Bauchschmerzen wird zwischen visceralen und parietalen Schmerzen unterschieden. Bei visceralen Schmerzen handelt es sich um krampf- oder kolikartige Schmerzen, die nur schlecht lokalisiert werden können. 

Die Bauchdecke ist in diesem Fall weich und die Schmerzen treten in bestimmten Positionen intensiver auf. Parietale Schmerzen halten lange an und können durch Berührungen der betroffenen Stellen gut lokalisiert werden. Bei Bewegungslosigkeit nimmt die Schmerzintensität ab. 

Chronische Bauchschmerzen sind ein Alarmsignal des Körpers, das sehr ernst genommen werden sollte, da sich im Bauchraum viele lebenswichtige Organe befinden. Hierzu gehören die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Milz, der Dick- und der Dünndarm, die Nieren und die Blase sowie die Prostata oder die Eierstöcke und die Gebärmutter. 

Daneben können chronische Bauchschmerzen aber auch die Folge von Stress sein oder als Begleitsymptom bei psychosomatischen Erkrankungen und dem Burn-out-Sydrom auftreten.

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